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Das Schlaraffenland-Kind
oder
Der psychische Missbrauch der Eltern

„Wenn wir unseren Kindern die Möglichkeit geben, alle Türen zu öffnen und ihnen nicht die Erfahrung vermitteln, auch vergeblich gegen geschlossene Türen anzurennen, werden sie es sich in jedem Zimmer bequem machen und es verwüstet hinterlassen.“

(Holger Wyrwa)

Egoismus, Konsumorientierung, Faulheit, permanente Ansprüche, eigene Überschätzung…. das sind nur einige Faktoren, die das heutige Bild unserer Kinder- und Jugendlandschaft prägen. Dieses ist das Ergebnis einer um sich greifenden Erziehungskultur. Kinder werden immer mehr vergöttert, mit Konsumartikeln überschüttet und in ein Schlaraffenland ohne Verpflichtungen gebettet. Dabei bleiben ihnen die elementarsten gesellschaftlichen Werte wie Höflichkeit, Respekt, Achtung, Rücksichtnahme, Geduld, Freundlichkeit und Verantwortung absolut fremd. Immer mehr Kinder und Jugendliche orientieren sich nur an Äußerlichkeiten sowie am Spaß- und Vergnügungserleben.

Dieses um sich greifende Phänomen wird im Seminar von seinen Ursachen her aufgedeckt: es gibt Erziehungsmythen und Glaubenssätze, die Eltern, insbesondere Mütter, dazu veranlassen, sich vor ihren immer übermächtig werdenden Kindern hilflos zu fühlen. Sie lassen sich von diesen beleidigen, ausschimpfen, demütigen, erniedrigen, ausnutzen und sind anhängig von ihren Launen. Diese Schlaraffenland-Kinder sind maßlos. Sie fordern ununterbrochen und lassen sich rund um die Uhr von ihren Müttern bedienen. Obwohl die Mütter die Rücksichtslosigkeit und die Tyrannei ihrer Kinder kaum noch ertragen können, wehren sie ich nicht dagegen. Sie sind der Überzeugung, dass eine gute Mutter alles für ihre Kinder tun muss und erhöhen ihre Opferbereitschaft soweit, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse vollkommen ausblenden.

In diesem spannenden Seminar werden die Verhaltensmuster der Schlaraffenland-Kinder aufgezeigt und die Erziehungsmythen benannt, die es ermöglichen, dass es überhaupt so weit kommen kann. Aufdeckende Beispiele und viele ermutigende Ansätze mit lösungsorientierter Herangehensweise stärken die TeilnehmerInnen und ermutigen sie dahingehend, einen neuen, konsequenten Erziehungsstil einzusetzen. Dadurch gelingt ihnen und den Kindern ein konstruktiver Umgang im Miteinander und in der Gesellschaft.

Das Seminar bietet wertvolles Wissen in folgenden Themenbereichen an:

  • Der Missbrauch der Mutter
  • Das Schlaraffenland-Kind
    • Äußere Erscheinungsformen des Schlaraffenland-Kindes
    • Das Selbstbild des Schlaraffenland-Kindes
    • Der Ursprung der Schlaraffenland-Kindheit
    • Die Entwicklung der Schlaraffenland-Mentalität
      • Phase 1: Verhaltensanpassung
      • Phase 2: Verhaltensgewohnheit
      • Phase 3: Persönlichkeitsanpassung
  • Die großen irrtümlichen Mythen - mit Lösungsangeboten und Lösungsstrategien
    • Der Mythos von der grenzenlosen Mutterliebe
    • Unterschied zwischen bedingungsloser und grenzenloser Liebe
    • Der Mythos vom wehrlosen Kind
    • Der Mythos vom abhängigen Kind
    • Der Mythos vom hilflosen Kind
    • Der Mythos vom seelisch zerbrechlichen Kind
    • Der Mythos vom nicht ernstzunehmenden Kind
  • Die Auswirkungen der Schlaraffenland-Erziehung
    • Die Zukunft des Schlaraffenland-Kindes
      • Beziehungsunfähigkeit
      • Mangelndes Sozialverhalten
      • Passivität
      • Übertriebene Durchsetzungskraft
      • Erhöhte Suchtanfälligkeit
      • Konsumorientierung
      • Unselbstständigkeit
      • Selbstüberschätzung
    • Die Leiden der Mutter
  • Der Abschied vom Schlaraffenlandkind

Nur über den sinnvollen Einsatz einer konsequenten Erziehung kann es gelingen, eine Fehlentwicklung im Sinne einer Schlaraffenland-Mentalität zu verhindern.

Das Seminar ist auf 2 Tage ausgerichtet. Alle Teilnehmer erhalten eine Begleitmappe und ein Zertifikat.

Zielgruppe: ErzieherInnen, LehrerInnen, BetreuerInnen und alle Fachkräfte in sozialen und pädagogischen Einrichtungen sowie Eltern, Großeltern und andere Familienmitglieder.

© 2020 Daniela Oberth
Institut für Trauma- und Konfliktbewältigung